Was kostet eine Website? Preise, Faktoren & realistische Erwartungen
“Was kostet eine Website?” – Die häufigste Frage, die ich höre. Und die ehrlichste Antwort: Es kommt darauf an. Nicht weil ich ausweichen will, sondern weil eine Website für einen lokalen Handwerker andere Anforderungen hat als ein Online-Shop mit Tausenden Produkten. Hier bekommst du Transparenz: Was beeinflusst die Kosten? Was sind marktübliche Preise? Und wofür zahlst du eigentlich?
Die Wahrheit über Website-Preise
Eine Website ist keine Ware von der Stange. Sie ist ein individuelles Werkzeug für dein Business. Deshalb variieren die Kosten stark – von wenigen Hundert Euro bis zu fünfstelligen Beträgen.
Marktübliche Preisspannen (Deutschland 2026):
- Einfache Website (5-10 Seiten): 1.500 – 4.000€
- Business-Website (10-20 Seiten): 3.500 – 8.000€
- Umfangreiche Website (20+ Seiten): 7.000 – 15.000€
- E-Commerce / Online-Shop: 5.000 – 25.000€+
- Enterprise-Lösungen: 15.000 – 50.000€+
Aber Vorsicht: Preis allein sagt nichts über Qualität aus. Eine 800€-Website kann perfekt sein – oder kompletter Schrott. Eine 15.000€-Website kann ein Investment sein – oder Geldverschwendung.
Die richtige Frage ist nicht “Was kostet eine Website?”
Sondern: “Was brauche ich wirklich – und was kostet das?”
Was beeinflusst den Preis einer Website?
- 1. Umfang & Seitenanzahl
Je mehr Seiten, desto mehr Arbeit. Logisch. Aber: Eine gut strukturierte 8-Seiten-Website kann mehr wert sein als eine chaotische 30-Seiten-Website.
Typische Seitenanzahl nach Projekt-Typ:
- Landingpage: 1 Seite (fokussiert auf 1 Ziel)
- Kleinunternehmen: 5-10 Seiten (Start, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum)
- Mittelstand: 15-30 Seiten (mehrere Leistungen, Team, Blog, Referenzen)
- Online-Shop: variabel (Produkte, Kategorien, Infoseiten)
Faustregel: Jede zusätzliche Seite bedeutet Content-Erstellung, Design-Arbeit und technische Integration.
- 2. Design-Komplexität
Es gibt drei Design-Ansätze – mit unterschiedlichen Preisfolgen:
Template-basiert (günstiger):
- Vorgefertigtes Design wird angepasst
- Schneller Launch
- Eingeschränkte Individualität
- Gut für: Budgetbewusste Projekte, schnelle Umsetzung
Semi-Custom (mittel):
- Template als Basis, deutlich angepasst
- Individuelles Branding
- Balance aus Zeit und Budget
- Gut für: Die meisten Business-Websites
Voll-Custom (teurer):
- Design von Grund auf neu
- Jedes Element maßgeschneidert
- Maximale Individualität
- Gut für: Brands mit hohem Design-Anspruch
Realität: Die meisten Unternehmen brauchen kein Full-Custom-Design. Ein gutes Semi-Custom-Design ist oft die beste Wahl – professionell, aber bezahlbar.
- 3. Funktionalität & Features
Features kosten Zeit. Zeit kostet Geld. Einfache Mathematik.
Standard-Features (meist inklusive):
- Kontaktformular
- Google Maps Integration
- Responsive Design (mobile-optimiert)
- SSL-Verschlüsselung
- Cookie-Banner (DSGVO)
Erweiterte Features (erhöhen den Preis):
- Buchungssystem (Termine, Events, Ferienwohnungen)
- Mitgliederbereich / Login
- Mehrsprachigkeit
- Newsletter-Integration
- Zahlungsabwicklung
- Schnittstellen zu anderen Systemen (CRM, ERP)
- Suchfunktion
- Produktkonfigurator
Beispiel:
Eine Restaurant-Website mit Speisekarte und Öffnungszeiten? Überschaubar.
Eine Restaurant-Website mit Online-Reservierung, Tischverwaltung und Event-Buchung? Komplexer (und teurer). - 4. Content Management System (CMS)
Willst du selbst Inhalte ändern können? Dann brauchst du ein CMS. Die Wahl des Systems beeinflusst den Preis.
WordPress (beliebt, flexibel):
- Große Community, viele Plugins
- Du kannst später selbst Inhalte pflegen
- Mittlere Kosten
Headless CMS (modern, performant):
- Contentful, Sanity, Strapi
- Sehr schnell, flexibel
- Etwas höhere Entwicklungskosten
Keine CMS / Statisch (einfach, schnell):
- Änderungen nur über Entwickler
- Sehr performant
- Günstiger in der Entwicklung
- Gut für: Websites, die selten geändert werden
Shopify (E-Commerce):
- Spezialisiert auf Online-Shops
- Monatliche Gebühren statt einmaliger Entwicklungskosten
- Einfache Produktverwaltung
Realität: Für die meisten Unternehmenswebsites ist WordPress die beste Wahl – bewährt, flexibel, bezahlbar.
- 5. SEO-Optimierung
Eine Website ohne SEO ist wie ein Laden ohne Schaufenster. Keiner findet dich.
Basis-SEO (sollte immer dabei sein):
- Saubere URL-Struktur
- Meta-Tags (Title, Description)
- Ladezeit-Optimierung
- Mobile-Optimierung
- Sitemap für Google
Erweiterte SEO (kostet extra):
- Keyword-Recherche
- Content-Strategie
- Konkurrenz-Analyse
- Local SEO (Google My Business)
- Laufende Optimierung
Faustregel: Basis-SEO sollte immer Teil eines professionellen Webdesigns sein. Erweiterte SEO-Strategien kannst du auch später noch angehen.
- 6. Content-Erstellung
Wer schreibt die Texte? Wer macht die Fotos? Content ist oft der unterschätzte Kostenfaktor.
Du lieferst alles (günstiger):
- Texte, Bilder, Logo vorhanden
- Webdesigner setzt um
- Spart Kosten, braucht aber Zeit von dir
Webdesigner erstellt Content (teurer):
- Copywriting
- Fotografie / Bildauswahl
- Grafiken / Illustrationen
- Vollservice, aber höherer Preis
Gemischter Ansatz (realistisch):
- Du lieferst Basis-Infos
- Webdesigner optimiert Texte
- Stockfotos für fehlende Bilder
- Guter Kompromiss
Realität: Die besten Ergebnisse entstehen, wenn du Input gibst (du kennst dein Business am besten) und der Webdesigner den Content professionell aufbereitet.
- 7. Wer macht's? Freelancer vs. Agentur
Die Wahl zwischen Freelancer und Agentur hat direkten Einfluss auf den Preis.
Freelancer (günstiger):
- Niedrigere Overheadkosten
- Direkter Kontakt
- Flexibler
- Gut für: Klein- und Mittelstand
Agentur (teurer):
- Größeres Team
- Mehr Ressourcen
- Projektmanagement-Overhead
- Gut für: Große Unternehmen, komplexe Projekte
Offshore (am günstigsten, aber…):
- Sehr niedrige Preise
- Kommunikationsprobleme
- Qualitätsschwankungen
- Keine lokale Betreuung
Meine Meinung: Für die meisten Unternehmen ist ein lokaler Freelancer oder kleine Agentur die beste Wahl – professionell, bezahlbar, greifbar.
Typische Projekt-Beispiele & Preisspannen
Einfache Unternehmenswebsite
Beispiel: Handwerksbetrieb, Café, Friseursalon
Was enthalten ist:
- 5-8 Seiten
- Kontaktformular
- Google Maps
- Responsive Design
- Basis-SEO
Marktüblicher Preis: 1.500 – 4.000€
Umsetzungszeit: 2-4 Wochen
Business-Website mit CMS
Beispiel: Mittelständisches Unternehmen, Dienstleister
Was enthalten ist:
- 10-20 Seiten
- WordPress CMS
- Custom Design
- SEO-Optimierung
- Newsletter-Integration
- Blog-Funktion
Marktüblicher Preis: 3.500 – 8.000€
Umsetzungszeit: 4-8 Wochen
Landingpage für Kampagnen
Beispiel: Produkt-Launch, Event, Lead-Magnet
Was enthalten ist:
- 1 Seite (fokussiert)
- Conversion-optimiert
- A/B-Testing-ready
- Integration mit Marketing-Tools
Marktüblicher Preis: 1.200 – 3.500€
Umsetzungszeit: 1-3 Wochen
E-Commerce / Online-Shop
Beispiel: Produktverkauf online
Was enthalten ist:
- Shopify oder WooCommerce
- Produktverwaltung
- Zahlungsabwicklung
- Warenwirtschaft
- Marketing-Tools
Marktüblicher Preis: 5.000 – 25.000€+
Umsetzungszeit: 6-12 Wochen
Versteckte Kosten, die viele vergessen
Der Projekt-Preis ist nicht alles. Diese laufenden Kosten kommen hinzu:
Hosting
Was ist das?
Der Server, auf dem deine Website liegt.
Kosten:
10 – 50€/Monat
Tipp:
Nicht am falschen Ende sparen. Billiges Hosting = langsame Website.
Domain
Was ist das?
Deine Webadresse (z.B. deinefirma.de)
Kosten:
10 – 30€/Jahr
Tipp:
.de-Domains sind für deutsche Unternehmen meist die beste Wahl.
SSL-Zertifikat
Was ist das?
Verschlüsselung (https statt http)
Kosten:
0 – 100€/Jahr
Tipp:
Oft bei modernem Hosting kostenlos inklusive (Let’s Encrypt).
Wartung & Updates
Was ist das?
WordPress-Updates, Backups, Sicherheit
Kosten:
50 – 200€/Monat (oder selbst machen)
Tipp:
WordPress braucht regelmäßige Updates. Entweder du machst es selbst oder du lässt es machen.
E-Mail-Postfach
Was ist das?
Professionelle E-Mails (info@deinefirma.de)
Kosten:
5 – 15€/Monat
Tipp:
Google Workspace oder Microsoft 365 sind gute Optionen.
Content-Updates
Was ist das?
Neue Seiten, Texte ändern, Bilder austauschen
Kosten:
0€ (selbst machen mit CMS) oder Stundensatz des Entwicklers
Tipp:
Mit WordPress kannst du die meisten Änderungen selbst machen.
Realistische Gesamtkosten im ersten Jahr:
Projekt: 3.000€ + laufende Kosten: 500-1.000€ = 3.500-4.000€
Warum günstige Websites oft teuer werden
“Ich hab’s für 500€ machen lassen – und jetzt funktioniert nichts mehr.”
Das höre ich öfter, als mir lieb ist. Warum?
Einfache Unternehmenswebsite
Beispiel: Handwerksbetrieb, Café, Friseursalon
Was enthalten ist:
- 5-8 Seiten
- Kontaktformular
- Google Maps
- Responsive Design
- Basis-SEO
Marktüblicher Preis: 1.500 – 4.000€
Umsetzungszeit: 2-4 Wochen
Business-Website mit CMS
Beispiel: Mittelständisches Unternehmen, Dienstleister
Was enthalten ist:
- 10-20 Seiten
- WordPress CMS
- Custom Design
- SEO-Optimierung
- Newsletter-Integration
- Blog-Funktion
Marktüblicher Preis: 3.500 – 8.000€
Umsetzungszeit: 4-8 Wochen
Landingpage für Kampagnen
Beispiel: Produkt-Launch, Event, Lead-Magnet
Was enthalten ist:
- 1 Seite (fokussiert)
- Conversion-optimiert
- A/B-Testing-ready
- Integration mit Marketing-Tools
Marktüblicher Preis: 1.200 – 3.500€
Umsetzungszeit: 1-3 Wochen
E-Commerce / Online-Shop
Beispiel: Produktverkauf online
Was enthalten ist:
- Shopify oder WooCommerce
- Produktverwaltung
- Zahlungsabwicklung
- Warenwirtschaft
- Marketing-Tools
Marktüblicher Preis: 5.000 – 25.000€+
Umsetzungszeit: 6-12 Wochen
E-Commerce vs. normale Website – der Preisunterschied
Viele unterschätzen, was ein Online-Shop wirklich kostet. Hier der Vergleich:
Unternehmenswebsite
Zweck: Informieren, Anfragen generieren
Typische Kosten: 2.000 – 8.000€
Was dabei ist:
- Seiten mit Content
- Kontaktformular
- Basis-Funktionen
- SEO
Laufende Kosten: 20-100€/Monat (Hosting, Domain)
Online-Shop (E-Commerce)
Zweck: Produkte verkaufen, online kassieren
Typische Kosten: 5.000 – 25.000€+
Was dabei ist:
- Produktverwaltung
- Warenkorb & Checkout
- Zahlungsabwicklung
- Versandintegration
- Rechtskonformität (AGB, Widerrufsrecht, etc.)
Laufende Kosten: 50-300€/Monat (Hosting, Shopify-Abo, Payment-Gebühren)
Warum ist E-Commerce teurer?
- Komplexere Technik (Warenkorb, Checkout, Payment)
- Mehr rechtliche Anforderungen (DSGVO, Widerrufsrecht, Impressum)
- Integration mit Zahlungsanbietern (Stripe, PayPal, Klarna)
- Warenwirtschaft & Lagerverwaltung
- Marketing-Tools (Abandoned Cart, E-Mail-Automation)
Mein Tipp: Wenn du Produkte verkaufen willst, schau dir meine Shopify-Lösungen an. Shopify ist spezialisiert auf E-Commerce – und oft günstiger als eine Custom-Entwicklung.
So bekommst du den besten Preis (ohne Qualität zu opfern)
1. Wisse, was du wirklich brauchst
Nicht jede Website braucht 50 Features. Frage dich: Was ist das Ziel?
- Mehr Anfragen? → Einfache Business-Website reicht
- Produkte verkaufen? → Online-Shop
- Leads für Kampagne? → Landingpage
Je klarer dein Ziel, desto präziser das Angebot.
2. Liefere Content selbst
Texte, Bilder, Logo – wenn du das lieferst, sparst du Kosten. Webdesigner können den Content optimieren, aber Grundlagen solltest du haben.
3. Starte mit MVP (Minimum Viable Product)
Baue zuerst die Kern-Funktionen. Features kannst du später hinzufügen. Beispiel:
- Phase 1: Website mit 8 Seiten
- Phase 2: Blog hinzufügen
- Phase 3: Buchungssystem integrieren
Vorteil: Früher online, weniger Risiko, schrittweise Investition.
4. Wähle die richtige Technologie
WordPress ist für die meisten Unternehmenswebsites die beste Wahl – bewährt, flexibel, bezahlbar. Custom-Entwicklung lohnt sich nur bei sehr speziellen Anforderungen.
5. Vergleiche Angebote (aber nicht nur den Preis)
Hol dir 2-3 Angebote ein. Aber vergleiche nicht nur Preise, sondern:
- Was ist alles enthalten?
- Wie läuft der Prozess ab?
- Gibt es Support nach dem Launch?
- Kannst du selbst Inhalte ändern?
Günstigstes Angebot ≠ Bestes Angebot
Häufige Fragen zu Website-Kosten
- Kann ich in Raten zahlen?
Ja, das ist bei vielen Webdesignern möglich. Typische Modelle:
- 50% Anzahlung, 50% bei Launch
- 33% / 33% / 33% (Start, Mitte, Launch)
- Monatliche Raten über 6-12 Monate
Sprich das einfach im Erstgespräch an.
- Was passiert, wenn ich später Änderungen will?
Kommt auf die Art der Änderung an:
Mit CMS (z.B. WordPress):
- Du kannst Texte/Bilder selbst ändern (kostenlos)
- Neue Seiten kannst du oft selbst anlegen
Größere Änderungen (Design, neue Features):
- Werden nach Stundensatz abgerechnet
- Oder als neues Mini-Projekt
Tipp: Lass dir die erste Einweisung geben, dann kannst du viel selbst machen.
- Wie lange dauert es, bis die Website fertig ist?
Einfache Website: 2-4 Wochen
Business-Website: 4-8 Wochen
Online-Shop: 6-12 Wochen
Große Projekte: 3-6 MonateAber: Der größte Zeitfresser bist oft du selbst. Feedback, Content-Lieferung, Freigaben – je schneller du reagierst, desto schneller geht’s.
- Warum kosten Websites beim einen 500€, beim anderen 5.000€?
Weil “Website” nicht gleich “Website” ist. Vergleich:
500€-Website:
- Template, kaum angepasst
- Keine individuelle Beratung
- Oft keine SEO
- Kein Support nach Launch
- Funktioniert vielleicht, aber nicht optimal
5.000€-Website:
- Strategie & Konzept
- Custom Design
- SEO-Optimierung
- Performance-Optimierung
- Support & Wartung
- Professioneller Prozess
Es ist wie bei Autos: Ein Dacia fährt auch. Aber ein Audi fährt anders.
- Lohnt sich eine Website überhaupt noch? Reicht nicht Instagram?
Social Media ist super – aber es ist geliehenes Land. Instagram ändert den Algorithmus? Deine Reichweite bricht ein. Account gehackt? Alles weg.
Deine Website gehört DIR.
Außerdem:
- Google findet deine Website, nicht dein Instagram-Profil
- Du kannst SEO machen und gefunden werden
- Professioneller Eindruck
- Mehr Kontrolle über Inhalte und Design
Beste Strategie: Website + Social Media. Die Website ist dein Zuhause, Social Media ist die Party, auf der du Leute einlädst.
- Ich habe ein kleines Budget. Was sind meine Optionen?
Option 1: MVP-Ansatz
Starte mit dem Minimum – 5 Seiten, Basis-Design, einfache Struktur. Später ausbauen.Option 2: Template + Anpassung
Nutze ein gutes WordPress-Template, das individuell angepasst wird. Günstiger als Full-Custom, aber trotzdem professionell.Option 3: Phasenweise Bezahlung
Ratenzahlung über mehrere Monate macht größere Investitionen erträglicher.Was du NICHT tun solltest:
Billig-Anbieter aus dem Ausland oder Automatisierungs-Tools (Wix, Jimdo) – die kosten dich langfristig mehr Nerven und Geld. - Was ist der Unterschied zwischen Webdesigner und Webentwickler?
Webdesigner: Fokus auf Design, Nutzerführung (UX), visuelle Gestaltung
Webentwickler: Fokus auf Programmierung, technische UmsetzungDie meisten Freelancer machen beides – ich auch. Du brauchst beide Skills für eine gute Website.
Agenturen haben oft separate Rollen (Designer + Entwickler), was den Preis erhöht.